Deutsche Bahn, DB Training, Berlin / Frankfurt a.M.

Regionaler Schwerpunkt

Das Projekt wird bundesweit durchgeführt.

Einbezogene Branchen, Berufsfelder und Berufe

Im Bereich Transport und Logistik fokussiert das Projekt Ausbildungen innerhalb der Verkehrsberufe, der gewerblich-technischen und kaufmännisch-serviceorientierten Berufe.

In das DECVET-Projekt werden folgende Berufe einbezogen:

  • Kaufleute für Verkehrsservice
  • Fachkraft für Schutz & Sicherheit und
  • ggf. Industriemechaniker.
Projektziele

Das Hauptziel des Projekts ist die Entwicklung und Erprobung eines Leistungspunktesystems zur Erfassung, Übertragung und Anrechnung von Lernleistungen/ Kompetenzen der Berufsausbildungsvorbereitung (insb. EQJ) auf die duale Berufsausbildung. Dies geschieht unter Einbeziehung der Konzepte zum Europäischen bzw. Deutschen Qualifikationsrahmen (EQR/ DQR) sowie zu ECVET. Ferner steht die Verbesserung der Durchlässigkeit zwischen BAV und dualer Berufsausbildung im Vordergrund, um mehr Jugendlichen den (Quer-) Einstieg in die duale Ausbildung zu eröffnen. Ein weiteres Ziel dieses Projekts ist die Erhöhung der Transparenz von Qualifikationen und den zugehörigen Kompetenzbeschreibungen. Dies soll dadurch erzielt werden, dass Kompetenzen, die im Rahmen der BAV und der dualen Berufsausbildung erworben werden, nach einheitlichen Kriterien- sogenannten Deskriptoren- beschrieben werden. Nicht zuletzt will dieses Projekt die Umsetzbarkeit und den Mehrwert eines Leistungspunktesystems aus Sicht eines Unternehmens testen.

Projektstruktur


Beteiligte Kooperationspartner

Neben der internen Projektsteuerung und –durchführung wurde ein externer Beratungskreis gegründet. Seine Hauptfunktion ist es, aus seiner Sicht Stellung zu im Projekt auftretenden grundsätzlichen Fragestellungen zu nehmen und Feedback zu Konzepten und Ideen zu geben. Auf diese Weise wird die Qualität des gesamten Prozesses erhöht. Ferner ist es so möglich, die verschieden Sozial- und Kooperationspartner frühzeitig in Projekt und Thematik mit einzubeziehen. Dem externen Beratungskreis gehören unter anderem an:

  • Andere Unternehmen
  • Gewerkschaften
  • Jugend- und Auszubildendenvertretung
  • IHKen
  • Arbeitgeberverbände
  • Vertreter von Kultusministerien
Vorgehensweise

Teilprojekt 1 „Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit“

Das Teilprojekt 1 „Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit“ ist verantwortlich für die Sensibilisierung und Einbindung ausgewählter Unternehmensbereiche der Deutschen Bahn und die Entwicklung eines internen Kommunikationskonzepts. Außerdem ist in diesem Teilprojekt die externe Steuerungsgruppe verankert. Die Durchführung der Auftakt- und Abschlussveranstaltung obliegt diesem Teilprojekt genauso wie die Organisation von Fachkonferenzen und Workshops. Die Projektlaufzeit für dieses Teilprojekt beläuft sich auf 28 Monate.

Teilprojekt 2 „Definition der Lerneinheiten und Ergebnisse“

In diesem Teilprojekt werden die zu betrachtenden Berufsausbildungen und die dazugehörenden Berufsausbildungsvorbereitungen festgelegt. Bei der DB liegt hier der Schwerpunkt auf der Einstiegsqualifikation „Chance plus“ (vgl. 1.4.). Teilprojekt 2 ist zudem verantwortlich für die Definition zentraler Begriffe wie z. B. des Kompetenz- und Qualifikationsbegriffs. Nach der Entwicklung von Kompetenzprofilen für die ausgewählten Berufsausbildungsgänge und die dazugehörenden Chance plus Praktikaprogramme erfolgt die Definition der Schnittmenge der Kompetenzen zwischen BAV und Berufsausbildung, voraussichtlich auf das erste Lernjahr beschränkt. Hierfür ist eine Analyse u. a. der Ausbildungsrahmenpläne, der Lernfelder und der Chance plus Praktikaprogramme von Bedeutung, um eine Vorstellung von Dauer und Struktur der Einheiten zu erhalten. Anschließend erfolgt die Ableitung von Verfahrensvorschlägen zur Lerneinheitendefinition. Dem Teilprojekt 2 obliegt ebenfalls die Entwicklung und Beschreibung der Lerneinheiten hinsichtlich Titel und Dauer sowie der noch zu definierenden Deskriptoren. Insgesamt ist für das Teilprojekt 2 ein Zeitrahmen von 8 Monaten vorgesehen.

Teilprojekt 3 „Bewertung der Lernergebnisse, Festlegen der Leistungspunkte“

Das Teilprojekt 3 befasst sich mit der Erarbeitung und Festlegung von Methoden zur Überprüfung und Bewertung der Lerneinheiten von Berufsausbildungsvorbereitung unter der Beachtung der Kriterien der Transparenz, Praktikabilität und Verfahrensökonomie. Zudem wird in diesem Teilprojekt informelles Lernen definiert. Das Setzen von Mindeststandards für eine spätere Anrechnung auf die Berufsausbildung und die Einstufung der Lerneinheiten nach dem Europäischen bzw. Deutschen Qualifikationsrahmen obliegt ebenfalls diesem Teilprojekt. Außerdem werden in diesem Teilprojekt Credits pro Lerneinheit voraussichtlich nach dem ECVET Verfahren abgeleitet, die Lerneinheiten gewichtet und das „Kosten-Nutzen-Verhältnis“ der Einbindung informell erworbener Kompetenzen überprüft. Der zeitliche Rahmen für das Teilprojekt 3 beträgt 10 Monate.

Teilprojekt 4 „Entwicklung von Anrechnungsmodellen, Rahmenbedingungen“

Das Teilprojekt 4 führt eine Stakeholderanalyse durch und erarbeitet Verfahrensvorschläge zur Einbindung informell erworbener Kenntnisse, Fertigkeiten und Kompetenzen. Außerdem beschäftigt sich dieses Teilprojekt mit Verfahrensvorschlägen zur Übertragung und Anrechenbarkeit von Lernergebnissen und nimmt einen Abgleich mit dem Europäischen Qualifikationsrahmen und ggf. auch mit dem Deutschen Qualifikationsrahmen vor. Es prüft die Relevanz der DIN EN Vorschriften sowie des ECVET-Konzepts, des Europasses und der Pilotinitiativen im Rahmen des ANKOM-Projekts des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Die Projektlaufzeit für Teilprojekt 4 beträgt 8 Monate.

Teilprojekt 5 „Erprobung, Evaluation“

Dieses Teilprojekt untergliedert sich in zwei Phasen. In der ersten Phase „Erprobung I“ erfolgt die Durchführung der Testverfahren in den vorher festgelegten Erprobungsklassen an zwei Standorten (siehe 2.2.). Die Evaluation basiert unter anderem auf der Auswertung von Lerntagebüchern. Zudem werden die Jugendlichen u. a. durch strukturierte Interviews befragt. Eine Rückkopplung erfolgt via Expertenwissen der zuständigen Stellen. Das Teilprojekt 5 ist auch für eine ordnungsgemäße Dokumentation verantwortlich. In der Phase „Erprobung II“ kommt es dann gegebenenfalls zur Zusammenarbeit mit bahnexternen Bildungsträgern, d. h. es wird überprüft, ob ein Transfer der vorgeschlagenen Verfahren auf Institutionen möglich ist, die nicht mit der Entwicklung und Beschreibung der Lerneinheiten befasst waren. Der zeitliche Rahmen für das Teilprojekt 5 ist mit 10 Monaten vorgegeben.

Sachlich-zeitliche Gliederung des Projekts



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