Überbetriebliche Ausbildungsgesellschaft, Berufs- und Arbeitsförderungsgesellschaft Jena gGmbH (ÜAG)
Als langjährige, am Markt erfolgreich agierende Bildungseinrichtung mit mehr als 50 hoch qualifizierten berufspädagogischen Mitarbeitern stellen wir uns sehr gern der Aufgabe der Entwicklung eines Leistungspunktesystems (LPS) in der beruflichen Bildung. Als städtische Gesellschaft einer „Stadt der Lichter“ und der „Stadt der Wissenschaft 2008“ mit einer entsprechenden Infrastruktur und einer guten Anbindung an öffentliche Strukturen bringen wir alle Voraussetzungen zur Durchführung eines Pilotprojektes in Form eines Dienstleistungsauftrages mit.
Ziel des Projektes ist, Bildungssackgassen zu vermeiden, vorhandene Lernergebnisse und Kompetenzen im Rahmen eines LPS zu definieren, zu bewerten, anzuerkennen und anzuwenden. Hierzu gilt es, alle Netzwerkpartner in den Prozess der Entwicklung des LPS einzubeziehen, um deren zukünftige Anforderungen an das System zu erfüllen. Für dieses Los steht die Schnittstelle zwischen der Berufsausbildungsvorbereitung und Berufsausbildung im Mittelpunkt der Betrachtungen.
Regionaler Schwerpunkt
Das Projekt wird im Raum Ostthüringen durchgeführt.
Einbezogene Branchen, Berufsfelder und Berufe
Im Rahmen des Loses 1 setzen wir den Schwerpunkt in der Metallbranche. Jena ist ein Standort mit Tradition in dieser Branche. Die Ausbildung von und der Bedarf an Fachkräften in Metallberufen ist proportional hoch. Eine breite Palette von Berufen sowie umfassende Erfahrungen in der Anwendung von Qualifizierungsbausteinen nach BBiG, mit dem Berufswahlpass im Rahmen schulischer Berufsorientierung und –vorbereitung sichern eine gute Grundlage zur Durchführung dieses Projektes.
Die Metallbranche verfügt über zahlreiche Berufsbilder in verschiedenen Fachrichtungen im Handwerk und in der Industrie. Damit vereint die Metallbranche allein schon 43 verschiedenartige Berufsrichtungen. Zur Entwicklung der Lerneinheiten werden wir die Kernqualifikationen der Berufe Industriemechaniker und Metallbauer herausfiltern und gemeinsame Schnittstellen ermitteln, um so eine outcomeorientierte Beschreibung von Lernergebnissen vornehmen zu können.
Beteiligte Kooperationspartner
Zur Lösung der Projektaufgabe ist es notwendig und sinnvoll, mit Partnern der verschiedenen Zuständigkeiten wie z. B. den Kammern- und dem Kultusministerium; den Experten aus Unternehmen sowie mit dem für die wissenschaftliche Begleitung beauftragtem Institut trägerübergreifend zusammen zu arbeiten. Aus diesem Grund bilden wir eine
Steuerungsgruppe, die das Fachwissen der Projektgruppe ergänzt und beratend bei der Lösung der Aufgabe unterstützt.
Arbeitsgruppe der ÜAG:
- Frau Letsch, Frau Semrau, Frau Naß, Frau Rogowski, Herr Herse, Herr Altmann, Herr Bindernagel
Steuerungsgruppe:
- Industrie- und Handelskammer - Herr Zimmermann
- Staatliches Schulamt Jena/Stadtroda - Herr Kalbe
- Handwerkskammer für Osthüringen - Frau Schmalfuß
- Bundesagentur für Arbeit - Herr Dr. Dietz
- Bundesverband mittelständische Wirtschaft - Herr Winter
- Kempfer und Kolakovic - Herr Wintzler
- Deutscher Gewerkschaftsbund - Herr Tampe
- Wissenschaftliche Begleitung, Jena - Prof. Reinisch, Herr Steib
- BIBB - Herr Bergzog, Frau Köhlmann-Eckel

Vorgehensweise
Ziel des Projektes ist es, Lerneinheiten und Anrechnungsverfahren zu entwickeln und zu erproben, welches Jugendlichen aus der Berufsausbildungsvorbereitung den Weg in ein berufliche Erstausbildung zum einen ermöglicht, aber auch erleichtert.
Zeitliche Projektplanung im Projektzeitraum 2007-2010:


Meilensteine 2007-2010 zum Download (pdf) (220.23 kb)

Meilensteine 2010-2011 zum Download (pdf) (98.36 kb)
Vorbereitungsphase
- Herstellen von Arbeitsfähigkeit; Gründung des Projektteams
- Sammlung von Informationen zu EQR; DQR; ECVET…
- Netzwerkpartner gewinnen und Steuerungsgruppe gründen
- Wöchentliche Treffen im Projektteam
Entwicklungsphase 1
- Festlegung einheitlicher Begrifflichkeiten
- Curriculumanalyse (Ausbildungsrahmenpläne; Rahmenlehrpläne; Stoffverteilungspläne; Ausbildungsbausteine; Schulbücher…)
- Suche nach Gemeinsamkeiten/ Unterschieden zwischen Berufsausbildungsvorbereitung und den von uns gewählten Ausbildungsberufen (Zuordnung der gesammelten curricularen Hinweise; Zuordnung von informell erworbenen Lernergebnissen, die für die Berufspraxis relevant sind (die möglicherweise in den Curricula nicht ausreichend berücksichtigt wurden); Zuordnung von informell erworbenen Lernergebnissen, die für die BAV relevant sind
- Entwicklung und Definition von Lerneinheiten sowie Beschreibung von outcomeorientierten Lernergebnissen auf Grundlage der Analyse
Erprobungsphase 1
- Erprobung der Lerneinheit mit Jugendlichen der Berufsausbildungsvorbereitung in der Metallwerkstatt der ÜAG
- Durchführung der Leistungsfeststellung
- Entwicklung einer Auswertungsmatrix mit Beobachtungsdimensionen
- Erstellung von Layouts für Tests sowie für Zertifikate
Auswertungsphase 1
- Analyse der Ergebnisse und ggf. Überarbeitung der Lerneinheit 1
- Ergebnisdokumentation
- Entwicklung eines Anrechnungsverfahrens
Entwicklungsphase 2
- Entwicklung einer outcomeorientierten Aufbaulerneinheit (Lerneinheit 2)
Erprobungsphase 2
- Erprobung der überarbeiteten Lerneinheit 1 mit Jugendlichen der Berufsausbildungsvorbereitung in der Metallwerkstatt der ÜAG
- Erprobung der Aufbaulerneinheit in einem/ mehreren Unternehmen mit Jugendlichen der Berufsausbildungsvorbereitung
- Durchführung der Leistungsfeststellung
- Zertifizierung
Auswertungsphase 2
- Analyse der Ergebnisse und ggf. Überarbeitung
- Ergebnisdokumentation
- Weiterentwicklung des Anrechnungsverfahrens
Erweiterung der Testphasen und Referenzgruppen- Mai 2010 – Juni 2010 Weiterentwicklung Lerneinheiten und Kompetenzfeststellung
- Juli 2010 – Dezember 2010 Bestimmung der Lernniveaus nach DQR
- August 2010 – Juni 2011 Erprobung unter Erweiterung der Referenzgruppen
- August 2011 – Oktober 2011 Auswertung und Zusammenfassung der Ergebnisse
Einführung von Prüferschulungen
- Mai 2010– August 2010 Entwicklung des Prüferleitfadens mit Schulungskonzept
- September 2010- Februar 2011 Erprobung der Prüferschulung
- Februar 2011 – Oktober 2011 Auswertung und ggf. Weiterentwicklung
- April 2011 – August 2011 Etablierung der Prüferschulung in Bildungsangeboten
Intensiver Einbezug der Kammern
- Mai 2010 – Ende Juni 2010 Sondierungsgespräche zu Möglichkeiten der Anrechnung und breiteren Öffentlichkeitsarbeit
- Juli 2010 – Juni 2011 Teilnahme an Beratungen der Kammern
Schulungen der Ausbildungsberater
Konzept der Öffentlichkeitsarbeit entwickeln
Transparenz und Akzeptanz für Vorhaben fördern
- Juni 2011– August 2011 Verdichtung der Ergebnisse
- September – Oktober 2011 Auswertung und Abschluss
Synchronisierung der nationalen Initiative mit europäischen Prozessen
- September 2010 – April 2011 Entwicklung Checkliste
-
Juli 2011 – Oktober 2011 Abgleich und Nachbereitung
Dokumentationsphase; Ergebnissicherung/Nachbereitung
Erwartete Projektergebnisse
- Lösungsvorschläge für Schnittstellenproblematik
- Transparenz und Vereinheitlichung von Abschlüssen i.S. bundeseinheitlicher Lerneinheiten
- Durchlässigkeit zwischen den Schnittstellen
- Förderung des lebenslangen Lernens
- Jugendliche dort abholen, wo sie stehen
- Einheitliche Instrumentarien / Standards innerhalb der Berufsausbildungsvorbereitung
Konkretisierte Ziele
- Beschreibung von outcomeorientierten Lernergebnissen
- Entwicklung der Anrechnungsart und eines Anrechnungsverfahrens bzw. Möglichkeiten
- Entwicklung von Qualitätsstandards
- Entwicklung einer Umsetzungsempfehlung für das Leistungspunktesystem (Los 1)

Thesenpapier der ÜAG zum Download (pdf) (64.57 kb)
Überbetriebliche Ausbildungsgesellschaft GmbH (ÜAG)
Ilmstraße 1
07743 Jena
Internet:
www.ueag.jena.de
Ansprechpartnerinnen:
Mandy Ermisch
03641 / 806-711
03641 / 806-777
mandy.ermisch@ueag-
jena.de
Ines Letsch
03641 / 806-701
03641 / 806-777
ines.letsch@ueag-jena.de
November 2007 - Oktober 2011