Schweriner Ausbildungszentrum e.V. (SAZ)

Regionaler Schwerpunkt

Das Projekt wird im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern durchgeführt.
Einbezogene Branchen, Berufsfelder und Berufe

Entwicklung eines Anrechnungsverfahrens an der Schnittstelle gemeinsamer berufsbildübergreifender Qualifikationen in einem Berufsfeld für die Schnittstellenqualifikationen

- Verfahrensmechaniker/-in für Kunststoff- und Kautschuktechnik
- Werkzeugmechaniker/-in
- Mechatroniker/-in

in den beruflichen und betrieblichen Handlungsfeldern der Kunststoffbranche Mecklenburg-Vorpommerns.

Beteiligte Kooperationpartner

Projektteam

  • Prof. Dr. Helmut Ernst (Projektleitung)
  • Diplom-Betriebswirtin Renate Michel
  • Norbert Gerhardt

Partner

  • Unternehmen der Kunststoffbranche
  • Institut für Polymertechnologie an der Hochschule Wismar
  • Berufliche Schulen des Landes MV
  • Unternehmerverband Nordmetall
  • DGB-Nord
  • Norddeutsches Kunststoffnetzwerk (NORKUN)
Fachliche Betreuung

  • Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)

Wissenschaftliche Begleitung

  • Lehrstuhl für Wirtschaftspädagogik, Friedrich-Schiller-Universität Jena, Prof. Dr. Holger Reinisch
  • Lehrstuhl für Berufspädagogik, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Prof. Dr. Dietmar Frommberger
Vorgehensweise

Ausgangssituation

  • Kunststoffverarbeitende Industrie ist einer der bedeutendsten Wirtschafts- und damit Ausbildungsbereiche in Deutschland
  • Technologien und Innovationen in der Kunststoffbranche erfordern breite Berufsprofile
  • Wirtschaft fordert zunehmend Mitarbeiter/-innen mit berufsübergreifenden Kompetenzen (Verknüpfung von Kompetenzen im Bereich Kunststofftechnik, Automatisierungstechnik und Werkzeugtechnik)
  • Fehlendes Instrumentarium, um die Kompetenzen der Fachkräfte in der Kunststoffbranche in ihrer gegenseitigen Durchdringung zu erfassen, zu bewerten und gegenseitig anzuerkennen (Leistungspunkte)

Ziele

  1. Schnittstellen ermitteln
  2. berufsübergreifende Handlungsfelder identifizieren und in handlungs- und geschäftsprozessorientierte Lern- und Arbeitsaufgaben transformieren
  3. Lernfelder der drei Berufe analysieren und Möglichkeiten zur Synchronisation ableiten
  4. gemeinsame und unterschiedliche Lerneinheiten definieren
  5. für die berufliche und betriebliche Ausbildung praktikable Bewertungskriterien für die erworbenen Kompetenzen entwickeln
  6. Leistungspunkte festgelegen und Anrechnungsmodelle entwickeln

Übersicht zum Vorgehen bei der Identifizierung der Schnittstellen und gemeinsamer Lerneinheiten


Meilensteine

  • Konstitution eines Steuerkreises
  • Netzwerkaufbau (Betriebe, Prüfungskommissionen, Tarifpartner)
  • Akquise von Unternehmen
  • Konsultationen mit Partnern des SAZ- Netzwerkes
  • Erprobung von berufsübergreifenden Lerneinheiten in der beruflichen Praxis
  • laufende Konsultation mit der wissenschaftlichen Begleitung
  • Zusammenarbeit mit den für die drei Berufe relevanten Beruflichen Schulen des Landes MV
  • Entwicklung von Lerneinheiten gemeinsamer berufsbildübergreifender Qualifikationen
  • Entwicklung von Verfahren zur Bewertung von Lernergebnissen
  • Dokumentation und Festlegung der Leistungspunkte
  • Erprobung von berufsübergreifenden Lerneinheiten in der beruflichen Praxis
  • Erprobung des Verfahrens in den Unternehmen
  • Verankerung des Konzeptes für Zusatzqualifikationen in Unternehmen
  • Öffentlichkeitsarbeit, Evaluation und Transfersicherung
  • Vorbereitung und Durchführung von Akteurskonferenzen, Workshops usw. mit betrieblichen Vertretern
  • Ableitung von transferfähigen Schlussfolgerungen
  • Zwischen- und Abschlußberichte
Erwartete Projektergebnisse

  • Schaffung anwenderfreundlicher und in der betrieblichen Praxis praktikabler Bewertungskriterien für Kompetenzen in den branchentypischen Berufen
  • Entwicklung eines Leistungspunktesystems und
  • Entsprechender gegenseitiger Anrechnungsmodelle
  • Schaffung von Instrumentarien für klein- und mittelständische Unternehmen zur weiteren Kompetenzentwicklung der Fachkräfte
  • Transfer der Ergebnisse in die unmittelbare berufliche und betriebliche Praxis
Die Outcomes werden vor allem Auswirkungen auf Flexibilität, Mobilität und kontinuierliche Weiterntwicklung der Fachkräfte der Kunststoff- und kunststoffnahen Branche haben und damit die Wettbewerbschancen der Unternehmen und die Beschäftigungschancen der Mitarbeiter wesentlich erhöhen. Es sind auch Synergien für die Gestaltung der Schnittstelle zwischen dualer Berufsausbildung und dualen Studiengängen, der Technikerausbildung und der Meisterausbildung zu erwarten.


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