Forschungsinstitut Betriebliche Bildung (f-bb)

EDGE – Entwicklung von Modellen der Anrechnung von Lernergebnissen zwischen Ausbildungsberufen im Dualen System auf der Grundlage von ECVET

Regionaler Schwerpunkt

Das Projekt wird im Raum Bayern / Baden-Württemberg durchgeführt.

Einbezogene Branchen, Berufsfelder und Berufe

Das Projekt ist im Berufsfeld Metall- und Elektroberufe angesiedelt. Analysiert werden Schnittstellen und Anrechnungspotentiale zwischen acht Berufen:

  • Industriemechaniker
  • Werkzeugmechaniker
  • Fertigungsmechaniker
  • Kfz-Mechatroniker
  • Mechatroniker
  • Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker
  • Maschinen- und Anlagenführer
  • Elektroniker für Automatisierungstechnik
Beteiligte Kooperationspartner

Das Projekt wird in Kooperation mit fünf Unternehmen des deutschen Automotive-Sektors durchgeführt:

  • Audi AG
  • BMW AG
  • Brose GmbH & Co. KG
  • Daimler AG
  • Robert Bosch GmbH
Im Rahmen des Projektbeirates sind an dem Projekt EDGE folgende weitere Kooperationspartner beteiligt:

  • Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus
  • Bundesinstitut für Berufsbildung (BiBB)
  • Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA)
  • Industrie- und Handelskammer (IHK) München und Oberbayern
  • Industrie- und Handelskammer (IHK) Region Stuttgart
  • Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg
  • Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw)
Vorgehensweise

Im Projekt EDGE werden auf der Grundlage von ECVET Anrechnungsmodelle für Lernergebnisse zwischen dualen Ausbildungsberufen im Metall- und Elektrobereich entwickelt. Das Projekt nutzt das Leistungspunktesystem ECVET dafür, die möglichen Übergänge zwischen benachbarten Ausbildungsberufen sichtbar zu machen und die sachliche Basis für die Anrechnung erzielter Lernergebnisse – z. B. bei Neuorientierung eines Auszubildenden oder einer Anschlussqualifizierung in einem komplexeren Berufsbild – zu schaffen.

Im Projekt werden

  • auf der Grundlage ausgewählter Berufsbilder entsprechend dem ECVET Lerneinheiten entwickelt und diese outcome-orientiert erfasst,
  • kompetenzorientierte Standards beruflicher Ausbildung entwickelt, die standort- und unternehmensübergreifend die Vergleichbarkeit von Lernergebnissen beruflicher Bildung erhöhen und die die gehobene Stellung dualer Ausbildungsgänge im internationalen Vergleich deutlich machen können,
  • kompetenzbezogene Prüfungsverfahren entwickelt und exemplarisch erprobt,
  • Verfahren der Dokumentation von Lernergebnissen entwickelt,
  • Kriterien für den Vergleich von Lerneinheiten entwickelt,
  • Anrechnungsverhältnisse identifiziert, die den Übergang zwischen dualen Ausbildungsgängen erleichtern können,
  • in Kooperation mit den zuständigen Stellen qualitätssichernde Maßnahmen der Anrechnung von Lernergebnissen auf der Basis von ECVET entwickelt.

Mit der Projektverlängerung von Mai 2010 bis Juli 2011 werden zusätzlich folgende weitere Ziele verfolgt:

  • Die Transferierbarkeit der Projektergebnisse auf kleine und mittlere Unternehmen wird sichergestellt.
  • Die Validierung der entwickelten Unit-Systeme wird durch die Erprobung der Units von drei Berufen und der entsprechenden Verfahren des Kompetenznachweises ausgeweitet.
  • Für das Kompetenznachweisverfahren werden Prüferschulungen und Instrumente für die Dokumentation der Kompetenzen nach einheitlichen Qualitätsstandards eingeführt.
  • Während der Projektlaufzeit werden die Kooperation mit den zuständigen Stellen und die Synchronisierung mit europäischen Prozessen sichergestellt.
 


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