Arbeitsgemeinschaft des Baden-Württembergischen Industrie- und Handelskammertages, des Baden-Württembergischen Handwerkstages e.V. und des Ministeriums für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg

Pilotprojekt an der Schnittstelle zwischen dualer und vollschulischer Berufsbildung: „Konzeption und Erprobung eines Leistungspunktesystems für die Ausbildungsberufe Kaufmann / Kauffrau im Groß- und Außenhandel sowie Anlagenmechaniker / Anlagenmechanikerin für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik unter besonderer Berücksichtigung der Anrechnungs- und Transferfähigkeit vollschulisch erworbener Qualifikationen.

 

Regionaler Schwerpunkt

Das Projekt wird in Stuttgart durchgeführt.

Einbezogene Branchen, Berufsfelder und Berufe

Berufsfeld Metalltechnik: Anlagenmechaniker / Anlagenmechanikerin für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik

Berufsfeld Wirtschaft und Verwaltung: Kaufmann / Kauffrau im Groß- und Außenhandel

Beteiligte Kooperationspartner

Mitglieder der Steuerungsgruppe

  • Verband für Dienstleistung, Groß- und Außenhandel Baden-Württemberg
  • Fachverband Sanitär - Heizung - Klima Baden-Württemberg
  • Berufsschullehrerverband Baden-Württemberg
  • Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Baden-Württemberg
  • DGB Bezirk Baden-Württemberg
  • IHK Region Stuttgart Bezirkskammer Göppingen
  • Handwerkskammer Freiburg
  • Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg
  • Regierungspräsidien
  • Bundesinstitut für Berufsbildung
  • Deutscher Industrie- und Handelskammertag
  • Akademie für berufliche Bildung
  • Forschungsinstitut Betriebliche Bildung
  • Bundesverband des Deutschen Groß- und Außenhandels
  • GEW Landesverband Baden-Württemberg
  • Daimler AG
  • Wissenschaftliche Begleitung DECVET
Projektschulen

Richard-Fehrenbach Gewerbeschule
Friedrichstr. 51
79098 Freiburg
www.rfg.fr.bw.schule.de

Kaufm. Schule Göppingen
Christian-Grüninger-Str. 12
73035 Göppingen
www.ks-goeppingen.de

Vorgehensweise

Zunächst werden Lerneinheiten definiert, die einen Teil der Gesamtqualifikation des Berufes darstellen. Dabei wird nicht - wie bisher - vorgeschrieben, welche Inhalte zu behandeln sind, sondern über welche Kompetenzen ein Lernender letztlich verfügen muss. In einem zweiten Schritt geht es darum, Verfahren zu entwickeln, wie die in den Lerneinheiten festgelegten Kompetenzen überprüft und bescheinigt werden können.

Leistungspunkte belegen, ob ein Lernender die geforderten Kompetenzen erworben hat. Dritter Schritt ist deshalb die Festlegung der Anzahl von Leistungspunkten.

Ab dem Schuljahr 2008/09 werden die Lerneinheiten in drei Szenarien praktisch erprobt:

(a) duale Berufsausbildung über die gesamte Projektdauer
(b) zwei Jahre vollschulische Berufsausbildung im Berufskolleg
(c) erstes Jahr vollschulische Berufsausbildung mit anschließendem Übergang der Schülerinnen und Schüler ins duale System.

Die früher als "Lehre" bezeichnete duale Berufsausbildung erfolgt an zwei Lernorten: im Betrieb und in der Berufsschule. Während der Betrieb die praktische Ausbildung übernimmt, vermittelt die Berufsschule - neben einer Erweiterung und Vertiefung der allgemeinen Bildung - die für die Ausübung des Berufes erforderlichen theoretischen Kenntnisse. Das Berufskolleg baut auf einem mittleren Bildungsabschluss auf und vermittelt im Rahmen des Vollzeitunterrichts eine berufliche Ausbildung sowie eine erweiterte allgemeine Bildung. Es endet mit einer Abschlussprüfung, die je nach Ausbildung des Berufskollegs bei mindestens zweijährigen Bildungsgängen zu einem Berufsabschluss (z.B. Staatlich geprüfte/r Wirtschaftsassistent/in, Staatlich geprüfter technische/r Assistent/in) und zur Fachhochschulreife führt.


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